Chronologie der Ereignisse

Fam. Zimet 1946
Fam. Zimet 1946
  • Juli 1939
    Die Familie Zimet flieht aus Leipzig und begibt sich nach Mailand. Sie findet dort Hilfe bei Verwandten und der jüdischen Gemeinschaft.
  • Mai 1940
    Herr Zimet organisiert für eine Gruppe von 302 Juden die Überfahrt nach Palästina. Die erste Reiseetappe führt sie nach Bengasi, Libyen.
  • Juni 1940
    Kriegseintritt Italiens als Verbündeter Deutschlands. Als Folge davon werden die Zimets und mit ihnen alle anderen Juden in Bengasi verhaftet und in ein örtliches Konzentrationslager verbracht. Danach werden sie als Kriegsgefangene nach Italien zurückgeführt.
  • September 1940
    Vom Gefängnis „Poggioreale“ in Napoli werden die Kriegsgefangenen nun als „Internierte“ ins Konzentrationslager Ferramonti (Kalabrien) abgeschoben.
  • Juli 1941
    Die internierten Juden dürfen - nun als „freie Internierte“- aus drei vom Innenminister vorgeschlagenen Aufenthaltsorten auswählen. Die Familie Zimet entscheidet sich für die Provinz Bergamo.
  • Oktober 1941
    Regina Zimet reist mit ihren Eltern nach San Giovanni Bianco (Provinz Bergamo).
  • Oktober 1942
    Die Familie Zimet zieht von San Giovanni Bianco nach Serina (Provinz Bergamo).
  • 8. September 1943
    Waffenstillstand zwischen Italien und den Allierten. Die Deutschen besetzen Norditalien. Dort sitzt Mussolini an der Spitze eines Marionettenregimes von Hitlers Gnaden. Es beginnt eine gnadenlose Jagd auf Partisanen und Juden.
  • 30. Dezember 1943 – 25. April 1945
    Die Zimets halten sich im Haus der Familie Della Nave in San Bello (Morbegno) versteckt und überleben so – wie durch ein Wunder - den Holocaust.

Anmerkungen

-      Im Jahre 1989 überreicht Regina Zimet - anlässlich eines ihrer regelmässigen Besuche in San Bello - dem Bibliothekar der Gemeindebibliothek Morbegno ein Buch. Es datiert aus dem Jahre 1987, ist in hebräischer Sprache geschrieben und als „Dankeschön“ an die einheimische Bevölkerung gedacht. Dort bleibt es mehr oder weniger unbeachtet liegen.

-      Am 19. Oktober 1992 stirbt Regina Zimet und wird in Holon, nahe Tel Aviv, beigesetzt.

-      1997 erscheint das Buch – Regina Zimets Autobiografie - unter dem Titel „Jenseits der Brücke“ in deutscher Sprache (“Jenseits der Brücke” Internationales Kulturwerk, D-31135 Hildesheim) Die – sprachlich und sachlich leider sehr unbefriedigende und fehlerhafte – deutsche Ausgabe ist nicht mehr erhältlich.

-      Im Jahre 2000 wird Regina Zimets Autobiografie unter dem Titel „Al di là del ponte“ in Morbegno präsentiert. Die kleine Auflage ist ausschliesslich der einheimischen Bevölkerung vorbehalten. Als Dank an die Einwohner Morbegnos gedacht, stossen Reginas Erinnerungen jedoch bald über die Provinz Sondrio hinaus auf reges Interesse.

-      Im September 2002 sichert sich der renommierte Verlag „Garzanti“ die Rechte und veröffentlicht im Januar 2003 eine erste Auflage. (“Al di là del ponte” Garzanti libri s.p.a. ISBN 88-11-66532-9)

-      Am 10. September 2002 werden Giovanni und Mariangela Della Nave mit dem Ehrentitel „Gerechte unter den Völkern“ posthum geehrt. Die Auszeichnung "Gerechte unter den Völkern" erkennt der Staat Israel denjenigen zu, die in selbstloser Weise gehandelt haben, um Juden zu retten. Ihre Namen erscheinen auf der „Mauer der Gerechten“ (nationale Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem).
Am 4. Juni 2003 wird den Nachkommen von Mariangela und Giovanni Della Nave die Medaille „Gerechte unter den Völkern“ im Saal des vollbesetzten Rathauses von Morbegno vom Bürgermeister sowie einem Vertreter des Staates Israel überreicht.

-      Am 27. Januar 2010 wird in Campovico (Morbegno) die Via Mariangela und Giovanni Della Nave feierlich eingeweiht.

 

2005 stirbt Angela (Angiolina) Della Nave.

2008 wird Giovanni (Giuanìn) Della Nave zu Grabe getragen.

2010 folgt ihm seine Ehefrau, Zita Cipriani.

 

CHRONOLOGIE UND PROTAGONISTEN
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